Würmer bei Katzen
Wurmbefall bei Katzen bleibt oft lange unbemerkt. Sechs Anzeichen, die auf Würmer hindeuten, und wie Sie Ihre Katze richtig schützen.
Kratzen, Schuppen, kahle Stellen: sieben Warnzeichen für Milben bei der Katze und was Sie tun können, damit Ihre Katze gesund bleibt.
Milben sind winzige Spinnentiere, die bei Katzen erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen können. Obwohl sie mit bloßem Auge oft nicht sichtbar sind, verursachen sie starken Juckreiz, Hautentzündungen und in manchen Fällen sogar Sekundärinfektionen. Besonders tückisch: Viele Katzenhalter erkennen die ersten Anzeichen eines Milbenbefalls zu spät – mit teilweise gravierenden Folgen für das Tier.
Ein Milbenbefall bleibt selten ohne Folgen. Durch das Kratzen entstehen oft kleine Wunden, die sich entzünden können. Zudem sind Ohrmilben (Otodectes cynotis) und Räudemilben (vor allem Notoedres cati) unter Tieren stark ansteckend. Räude- und Raubmilben können auch beim Menschen vorübergehende Hautbeschwerden auslösen; bei Ohrmilben ist das sehr selten. Besonders Jungtiere, geschwächte oder immungeschwächte Katzen sind gefährdet.
Es gibt verschiedene Arten von Milben, die sich in Symptomatik und Behandlung deutlich unterscheiden. Deshalb ist es wichtig, die typischen Merkmale jeder Milbenart zu kennen und rechtzeitig zu handeln.
Im nächsten Abschnitt werfen wir einen genaueren Blick auf die verschiedenen Milbenarten, die Katzen befallen – und was sie jeweils so gefährlich macht.
Nicht jede Milbe ist gleich – und nicht jede verursacht die gleichen Symptome. Um deine Katze gezielt behandeln zu können, ist es wichtig, die verschiedenen Milbenarten zu unterscheiden. Hier sind die häufigsten Arten, die Katzen befallen, im Überblick:
Diese Milbenart ist die häufigste bei Katzen, besonders bei jungen Tieren oder in Mehrkatzenhaushalten. Sie leben im äußeren Gehörgang und ernähren sich von Hautzellen und Ohrenschmalz.
Typische Symptome:
– Starkes Kopfschütteln
– Kratzen an den Ohren
– Dunkles, krümeliges Sekret im Ohr (ähnlich wie Kaffeesatz)
– Ohrenentzündung
Ansteckung:
Sehr leicht übertragbar – direkter Kontakt mit infizierten Tieren reicht aus.
Diese Milben verursachen die sogenannte Räude, eine hochansteckende Hautkrankheit. Notoedres cati ist die häufigste Räudemilbe bei Katzen.
Typische Symptome:
– Extremer Juckreiz
– Krusten und Schuppen, besonders im Gesicht und an den Ohren
– Haarausfall
– Hautrötung und Verdickung
Besonderheit:
Diese Milben können auch Menschen befallen – meist vorübergehend, aber sehr unangenehm (Zoonose).
Demodex cati lebt in den Haarfollikeln; ein Befall tritt häufig im Zusammenhang mit Grunderkrankungen auf. Demodex gatoi lebt oberflächlich, ist zwischen Katzen ansteckend und kann auch gesunde Tiere betreffen.
Typische Symptome:
Haarausfall und schuppige oder gerötete Haut. Bei Demodex cati kann Juckreiz fehlen; Demodex gatoi verursacht oft starken Juckreiz und übermäßiges Putzen.
Behandlung:
Sie richtet sich nach der Demodex-Art. Bei Demodex cati werden mögliche Grunderkrankungen abgeklärt; bei Demodex gatoi müssen auch Kontaktkatzen berücksichtigt werden.
Vor allem im Spätsommer und Herbst aktiv. Die Larven dieser Milbenart setzen sich gerne auf der Haut fest – besonders an den Pfoten, im Gesicht oder Bauchbereich.
Typische Symptome:
– Kleine, orangefarbene Punkte auf der Haut (die Larven)
– Starker Juckreiz
– Lecken und Kratzen an den betroffenen Stellen
Gefahr:
Oft unterschätzt, da der Befall saisonal und nur kurzfristig ist – trotzdem unangenehm und behandlungsbedürftig.
Neben Ohr-, Räude-, Demodex- und Herbstgrasmilben gibt es zwei weitere Milben, die bei Katzen eine Rolle spielen und häufig nicht erkannt werden.
Raubmilben, auch Pelzmilben genannt, leben auf der Hautoberfläche und im Fell. Sie werden durch direkten Kontakt zwischen Katzen, Hunden und Kaninchen übertragen und kommen besonders bei jungen Tieren, in Tierheimen und Zuchten vor.
Typische Anzeichen:
Raubmilben können auch auf den Menschen übergehen und dort vorübergehend juckende Pusteln verursachen, etwa an Armen, Bauch oder Oberkörper. Nachgewiesen werden sie mit einem Klebestreifen-Abklatsch, einer Fellbürstenprobe oder einem Hautgeschabsel. Behandelt werden alle Tiere im Haushalt sowie die Umgebung, immer nach tierärztlicher Verordnung.
Futtermilben befallen die Katze nicht direkt. Sie leben in Trockenfutter und anderen Vorräten, vor allem wenn diese warm, feucht oder lange offen gelagert werden. Vorratsmilben können bei sensibilisierten Katzen als Allergene eine Rolle spielen. Aus Juckreiz allein lässt sich eine solche Allergie nicht ableiten.
Mögliche Anzeichen einer Futtermilbenallergie:
Ein positiver Allergietest beweist keine klinisch relevante Vorratsmilbenallergie. Zunächst müssen Parasiten, Infektionen und andere Allergieursachen abgeklärt werden. Eine Ausschlussdiät dient der Prüfung einer Futtermittelreaktion und beweist allein keine Vorratsmilbenallergie. Vorbeugend hilft es, Trockenfutter in kleinen Packungen zu kaufen, gut verschlossen, kühl und trocken zu lagern und Vorratsbehälter regelmäßig zu reinigen.
Ein Milbenbefall zeigt sich oft schleichend, aber mit zunehmender Intensität. Je früher du die Anzeichen erkennst, desto besser kannst du deiner Katze helfen – und auch andere Tiere (und Menschen) schützen.
Hier sind die 7 häufigsten Warnzeichen, die auf einen Milbenbefall bei deiner Katze hindeuten können:
Ungewöhnlich häufiges Kratzen – vor allem an Ohren, Kopf oder Pfoten – ist ein klassisches Frühwarnzeichen. Auch exzessives Lecken bestimmter Körperstellen kann ein Hinweis sein.
Kopfschütteln kann bei Ohrmilben auftreten. Eine anhaltende Kopfschiefhaltung kann dagegen auf eine tiefere Ohrentzündung oder ein neurologisches Problem hinweisen und sollte rasch untersucht werden.
Milben lösen Entzündungen der Haut aus. Die betroffenen Stellen können gerötet, schuppig oder von Krusten bedeckt sein – häufig im Gesicht, an den Ohren oder am Nacken.
Ob rundliche kahle Stellen (typisch bei Demodex) oder großflächiger Haarverlust: Milben sind oft schuld. Der Haarausfall kann durch das ständige Kratzen zusätzlich verstärkt werden.
Ein Hinweis auf Ohrmilben. Der sogenannte „Kaffeesatz“ im Gehörgang ist ein möglicher Hinweis, aber kein Beweis. Auch andere Ohrentzündungen können dunkles Sekret und Geruch verursachen.
Katzen mit starkem Juckreiz sind gereizt, ziehen sich zurück oder zeigen Unruhe. Manche Katzen fressen schlechter oder wirken erschöpft.
Bei starkem Befall mit Herbstgrasmilben sind die winzigen, orangefarbenen Larven mit bloßem Auge sichtbar – meist an dünn behaarten Stellen.
Ein oder mehrere dieser Symptome sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Im nächsten Abschnitt erfährst du, wie der Tierarzt eine sichere Diagnose stellt – und warum Selbstdiagnosen manchmal gefährlich sein können.
Die meisten Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Was du siehst, sind vor allem ihre Spuren auf Haut, Fell und in den Ohren. Diese Merkmale geben Hinweise auf die Milbenart:
Rötungen und Pünktchen am Bauch können auf Herbstgrasmilben hinweisen. Ein dünnes oder kahles Bauchfell entsteht aber häufig durch übermäßiges Putzen, zum Beispiel bei Allergien, Flohspeichelallergie oder Stress.
Flohbefall, Hautpilz, Allergien oder bakterielle Infektionen sehen Milbenbefall oft sehr ähnlich. Mach am besten Fotos von den betroffenen Stellen und zeige sie deinem Tierarzt. Die tierärztliche Untersuchung mit passenden Proben hilft bei der Diagnose. Auch ein negativer mikroskopischer Befund schließt Milben nicht immer aus.
Wenn du den Verdacht hast, dass deine Katze von Milben betroffen ist, führt an einem Besuch beim Tierarzt kaum ein Weg vorbei. Eine exakte Diagnose ist entscheidend, um die richtige Behandlung einzuleiten – denn nicht jede Milbenart erfordert dieselbe Therapie.
Zunächst verschafft sich der Tierarzt einen allgemeinen Überblick:
– Sichtprüfung der Haut, des Fells und der Ohren
– Abtasten empfindlicher Stellen
– Abfrage der Symptome durch den Halter (Verhalten, Juckreiz etc.)
Bereits hier kann der Arzt oft Rückschlüsse auf die Art des Milbenbefalls ziehen, etwa bei auffälligem Ohrsekret oder charakteristischen Krusten.
Ein klassisches Mittel zur Milbendiagnose ist das Hautgeschabsel:
Dabei wird mit einem Skalpell je nach vermuteter Milbenart oberflächlich oder tiefer Hautmaterial entnommen. Dieses wird dann unter dem Mikroskop auf Parasiten untersucht.
So lassen sich z. B. Demodex- oder Räudemilben zweifelsfrei nachweisen.
Vorteil:
– Genaue Identifikation der Milbenart
Andere Ursachen wie Hautpilz oder bakterielle Infektionen erfordern gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen.
Bei Verdacht auf Ohrmilben schaut der Tierarzt mit einem Otoskop tief in den Gehörgang.
Erkennbar sind oft:
– Dunkle, bröckelige Ablagerungen
– Sichtbare Milben (teilweise in Bewegung!)
– Entzündungen und Schwellungen
Gegebenenfalls wird zusätzlich ein Abstrich entnommen und mikroskopisch untersucht.
Manche Symptome – wie Juckreiz oder Haarausfall – können auch andere Ursachen haben:
– Allergien (z. B. Futter oder Flohspeichel)
– Hautpilze
– Bakterielle Infektionen
– Stressbedingter Fellverlust
Eine professionelle Abklärung verhindert unnötige oder falsche Behandlungen und schützt die Katze vor Komplikationen.
Ist der Milbenbefall erst einmal diagnostiziert, stellt sich die nächste entscheidende Frage: Wie werde ich die Parasiten wieder los? Zum Glück gibt es heute eine Vielzahl an wirksamen Behandlungsmethoden – von modernen Spot-on-Präparaten bis zu unterstützenden Hausmitteln.
Die effektivste und sicherste Behandlung erfolgt immer über den Tierarzt. Je nach Milbenart kommen unterschiedliche Mittel zum Einsatz:
Einige Hausmittel können Juckreiz lindern oder die Heilung unterstützen – sie ersetzen aber niemals die tierärztliche Behandlung:
⚠️ Wichtig:
Ätherische Öle oder Teebaumöl sind giftig für Katzen und dürfen niemals verwendet werden!
Halte dich an den tierärztlichen Behandlungsplan, auch wenn die Beschwerden rasch nachlassen. Dauer und nötige Wiederholungen hängen von Milbenart und Präparat ab.
Ob und wann eine Wiederholung oder Kontrolle nötig ist, legt der Tierarzt anhand des eingesetzten Mittels und des Verlaufs fest.
Bei ansteckenden Milbenarten müssen meist auch empfängliche Kontakttiere behandelt werden, selbst ohne Symptome. Bei Demodex cati oder Herbstgrasmilben ist eine pauschale Behandlung aller Tiere dagegen nicht sinnvoll. Der Tierarzt entscheidet nach Milbenart.
Die Behandlung deiner Katze ist nur die halbe Miete – Milben und ihre Eier können sich auch in der Umgebung deiner Katze festsetzen. Ohne eine gründliche Reinigung riskierst du eine Reinfektion oder eine Übertragung auf andere Tiere.
Alle Decken, Kissen, Körbchen und Bezüge, mit denen deine Katze in Kontakt kommt, sollten:
Milben können auch dort auftreten, wo die Katze oft sitzt oder liegt:
Während der gesamten Behandlungszeit solltest du:
In hartnäckigen Fällen oder bei starkem Befall können Umgebungssprays helfen, Milben in Ritzen und auf Oberflächen zu beseitigen. Aber Achtung:
Diese Frage beschäftigt viele Katzenhalter – und das zu Recht. Die gute Nachricht: Nicht alle Milbenarten sind auf den Menschen übertragbar. Die schlechte: Einige schon. Deshalb ist es wichtig, die Unterschiede zu kennen und rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Sollte es zu einer Übertragung kommen, zeigen sich beim Menschen meist:
Die Symptome verschwinden in der Regel nach der Behandlung des Tieres und zusätzlicher hygienischer Maßnahmen.
Um eine mögliche Übertragung zu verhindern oder einzudämmen, solltest du:
Auch wenn ein Milbenbefall unangenehm ist – eine Übertragung auf den Menschen verläuft in der Regel harmlos und vorübergehend. Mit der richtigen Behandlung deiner Katze und guter Hygiene ist das Risiko schnell unter Kontrolle.
Viele Katzenhalter wiegen sich in Sicherheit, wenn ihre Katze ausschließlich in der Wohnung lebt. Doch die Wahrheit ist: Auch Wohnungskatzen können Milben bekommen – und das sogar häufiger, als man denkt.
Fazit: Auch wenn deine Katze nie einen Fuß vor die Tür setzt, solltest du sie regelmäßig auf Milben untersuchen und bei Verdacht sofort handeln.
Im nächsten Abschnitt zeige ich dir, wie du Milben aktiv vorbeugen kannst – mit einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen.
Ein Milbenbefall ist nicht nur unangenehm für deine Katze, sondern auch aufwendig in der Behandlung und Hygiene. Umso besser, wenn es gar nicht erst so weit kommt! Mit ein paar gezielten Maßnahmen kannst du das Risiko deutlich minimieren.
Ein starkes Immunsystem schützt deine Katze nicht direkt vor Milben – aber es kann zur Abwehr beitragen und hilft bei der natürlichen Abwehr.
Tipp:
Führe ein kleines „Fellpflege-Tagebuch“ oder setze dir Erinnerungen, um regelmäßige Kontrollen nicht zu vergessen – vor allem in den Hochrisikozeiten Frühjahr und Herbst.
Im letzten inhaltlichen Abschnitt klären wir, wann du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen solltest – und warum Selbstdiagnosen nicht immer eine gute Idee sind.
Viele Katzenhalter zögern, wenn es um kleinere Beschwerden geht – doch bei einem Verdacht auf Milbenbefall ist schnelles Handeln entscheidend. Unbehandelt können Milben nicht nur das Wohlbefinden deiner Katze stark beeinträchtigen, sondern auch zu ernsthaften Folgeerkrankungen führen.
Dann solltest du nicht abwarten, sondern direkt einen Termin beim Tierarzt vereinbaren. Je früher die Ursache geklärt ist, desto leichter lässt sich der Befall behandeln.
Auch wenn es viele Tipps im Internet gibt:
Hausmittel und frei verkäufliche Mittel können mehr schaden als nützen, wenn sie falsch angewendet werden oder für Katzen gar nicht geeignet sind.
Ein einmaliger Tierarztbesuch reicht oft nicht aus. Viele Milbenarten haben Entwicklungszyklen, bei denen auch Eier und Larvenstadien abgetötet werden müssen – und das braucht Zeit. Deshalb:
Bei Kitten, älteren Katzen oder immungeschwächten Tieren solltest du besonders schnell reagieren – hier kann ein Milbenbefall schneller zu schwerwiegenden Problemen führen.
Fazit:
Besser einmal zu viel beim Tierarzt gewesen als zu spät – denn Milben lassen sich gut behandeln, wenn sie frühzeitig erkannt werden.
Typische Anzeichen sind Juckreiz, Kratzen, Kopfschütteln, Haarausfall oder ein dunkles, krümeliges Sekret im Ohr. Auch Verhaltensänderungen wie Rückzug oder Unruhe können Hinweise sein.
Die häufigste Milbenart bei Katzen sind Ohrmilben (Otodectes cynotis). Sie leben im äußeren Gehörgang und sind besonders bei jungen Katzen weit verbreitet.
Von einer Selbstbehandlung wird abgeraten. Nur ein Tierarzt kann die Milbenart sicher diagnostizieren und eine gezielte, wirksame Therapie verordnen.
In der Regel dauert die Behandlung 2 bis 4 Wochen, je nach Milbenart und Schwere des Befalls. Wichtig ist die konsequente Durchführung bis zum vollständigen Abklingen aller Entwicklungsstadien.
Unbehandelt können Milben zu Entzündungen, Infektionen, starkem Stress und Haarausfall führen. Bei jungen oder geschwächten Tieren kann es zu ernsthaften Gesundheitsproblemen kommen.
Einige Milbenarten wie Räude- oder Raubmilben sind auf den Menschen übertragbar. Die Symptome sind meist vorübergehend, aber unangenehm. Gute Hygiene hilft, das Risiko zu minimieren.
Eine verlässliche Wirkung von Hausmitteln wie Kokosöl gegen Milben ist nicht belegt. Sie ersetzen keine medizinische Behandlung. Teebaumöl und andere ätherische Öle sind giftig für Katzen und dürfen nicht verwendet werden.
Regelmäßige Fellkontrollen, Parasitenprophylaxe, Hygiene im Haushalt und eine starke Immunabwehr sind die besten Schutzmaßnahmen gegen einen erneuten Befall.
Ein unbehandelter Befall kann chronisch werden und zu starken Hautveränderungen, Sekundärinfektionen und allgemeiner Schwächung führen – mitunter auch zur Ansteckung anderer Tiere oder Menschen.
Am besten wöchentlich – besonders die Ohren, Pfoten und dünn behaarten Stellen wie Bauch und Nacken. Früh erkannt bedeutet schnell geholfen.
Ein bestes Mittel für alle Fälle gibt es nicht, denn die Wirksamkeit hängt von der Milbenart ab. Geeignet sind tierärztlich ausgewählte Antiparasitika. Der Tierarzt berücksichtigt die Milbenart, die Zulassung des Präparats und gegebenenfalls notwendige Alternativen unter seiner Verantwortung. Viele frei verkäufliche Produkte wirken nicht gegen Milben. Wichtig: Niemals Floh- oder Zeckenmittel für Hunde verwenden, denn manche enthalten Permethrin, das für Katzen lebensgefährlich ist.
Ja, Ohrmilben sind unter Katzen sehr ansteckend und können auch auf Hunde und Frettchen übergehen. Deshalb sollten alle Tiere im Haushalt untersucht und meist mitbehandelt werden. Für Menschen gelten Ohrmilben als unbedenklich. Nur sehr selten wird über vorübergehende Hautreizungen berichtet.
Das hängt von der Milbenart ab. Ohr-, Räude- und Raubmilben werden vor allem durch direkten Kontakt mit anderen Tieren übertragen, seltener über Decken, Bürsten oder Transportboxen. Herbstgrasmilben sitzen im Gras und befallen Freigänger im Spätsommer und Herbst. Futtermilben stammen aus Trockenfuttervorräten. Demodex cati wird häufig im Zusammenhang mit Grunderkrankungen auffällig. Demodex gatoi ist dagegen zwischen Katzen ansteckend und kann auch gesunde Tiere betreffen.
Meist nicht. Schwarze Punkte und Krümel am Kinn sind häufig Kinnakne, also verstopfte Talgdrüsen. Seltener stecken Demodex-Milben, Hautpilz oder Flohkot dahinter. Entzündet sich das Kinn, schwillt es an oder bilden sich Pusteln, solltest du die Stelle tierärztlich untersuchen lassen.

Weil mir das Wohl Ihrer Katze am Herzen liegt:
Bei Fragen zu Milben bei Ihrer Katze, kontaktieren Sie mich gerne.
Ihr Dr. vet. Henning v. Lützow
Lassen Sie es untersuchen, bevor aus kleinen Beschwerden ein großes Problem wird. Dr. med. vet. Henning v. Lützow nimmt sich Zeit für Sie und Ihr Tier.