Mauke beim Pferd
Mauke beim Pferd lässt sich mit der richtigen Behandlung gut in den Griff bekommen. Sechs Fehler, die Sie dabei vermeiden sollten.
Cushing (PPID) ist eine Stoffwechselstörung bei älteren Pferden und kann zu Hufrehe führen. Die drei wichtigsten Ursachen und Folgen.
Das Cushing-Syndrom beim Pferd, medizinisch bekannt als PPID (Pituitary Pars Intermedia Dysfunction), ist eine hormonelle Stoffwechselerkrankung, die vor allem ältere Pferde betrifft. Sie entsteht durch eine Fehlfunktion in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse), bei der der Zwischenlappen vermehrt Hormone wie ACTH bildet. Ein dauerhafter Cortisolüberschuss ist beim Pferd kein typischer Befund.
PPID gehört zu den häufigsten Stoffwechselstörungen bei Pferden und kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, insbesondere zu Hufrehe, Muskelschwund und Immunschwäche.
Die Hypophyse ist eine Drüse im Gehirn, die Hormone reguliert. Bei gesunden Pferden kontrolliert sie die Produktion von ACTH (Adrenocorticotropes Hormon), welches die Nebennieren dazu anregt, Cortisol auszuschütten.
💡 Bei PPID passiert Folgendes:
Obwohl die Krankheit bei verschiedenen Tierarten vorkommt, gibt es wichtige Unterschiede:
| Merkmal | Cushing beim Pferd (PPID) | Cushing beim Hund |
|---|---|---|
| Ursache | Überaktivität der Hypophyse | Hypophysen- oder Nebennierentumor |
| Häufig betroffene Tiere | Meist ältere Pferde (ab 15 Jahren) | Meist ältere Hunde (ab 7 Jahren) |
| Typische Symptome | Langes, lockiges Fell, Hufrehe, Muskelschwund | Dicker Bauch, Haarausfall, übermäßiger Durst |
| Behandlung | Pergolid (Prascend®) | Trilostan (Vetoryl®) oder Operation |
📌 Wichtig: Cushing bei Pferden ist keine Krebserkrankung, sondern beruht auf dem Verlust dopaminerger Nervenzellen im Hypothalamus. Dadurch kann sich der Hypophysenzwischenlappen vergrößern und gutartige Adenome bilden. Das Risiko steigt mit dem Alter.
📌 PPID tritt meist bei Pferden ab 15 Jahren auf, kann aber auch schon ab 10 Jahren beginnen.
✔ Bei PPID gehen dopaminproduzierende Nervenzellen im Hypothalamus verloren; dadurch fehlt die Hemmung des Hypophysenzwischenlappens.
✔ Die Hypophyse vergrößert sich und produziert unkontrolliert ACTH.
✔ Ältere Pferde haben oft ein geschwächtes Immunsystem und sind anfälliger für Folgeerkrankungen.
📌 PPID ist nicht selten:
🔹 Studien zeigen, dass bis zu 30 % der Pferde über 15 Jahren an PPID leiden.
🔹 Frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um schwere Symptome wie Hufrehe zu vermeiden.
📌 Cushing (PPID) ist eine häufige Stoffwechselkrankheit bei älteren Pferden, die durch den Verlust der dopaminvermittelten Hemmung des Hypophysenzwischenlappens entsteht. Diese Hormonstörung führt zu einer Vielzahl von Symptomen, die von Fellveränderungen über Muskelabbau bis hin zu schweren Stoffwechselproblemen wie Hufrehe reichen.
📌 Je früher PPID erkannt wird, desto besser kann die Erkrankung kontrolliert werden, um dem Pferd eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen.
Das Cushing-Syndrom beim Pferd (PPID – Pituitary Pars Intermedia Dysfunction) wird durch eine Fehlfunktion der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) verursacht. Diese Störung führt zu einer übermäßigen Produktion von ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) sowie weiterer Hormone des Zwischenlappens. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel ist dabei nicht typisch.
Doch warum tritt PPID bei Pferden überhaupt auf? Hier sind die Hauptursachen im Detail:
Die Hypophyse ist eine wichtige Drüse im Gehirn, die viele Körperfunktionen reguliert. Bei Pferden mit PPID fällt durch den Verlust dopaminerger Nervenzellen im Hypothalamus die Hemmung des Hypophysenzwischenlappens weg, die zu einer unkontrollierten Hormonproduktion führt.
💡 Was genau passiert?
✔ Die Hypophyse vergrößert sich und wird überaktiv.
✔ Sie produziert zu viel ACTH, das normalerweise die Produktion von Cortisol in den Nebennieren steuert.
✔ Dadurch entsteht ein Hormonungleichgewicht, das zu den typischen Symptomen von PPID führt.
📌 Warum geht die dopaminerge Hemmung verloren?
🔬 Wissenschaftlicher Hintergrund:
Neuere Studien zeigen, dass PPID durch einen Abbau der Dopamin-produzierenden Nervenzellen verursacht wird. Dopamin hemmt normalerweise die übermäßige Produktion von ACTH. Bei Pferden mit PPID fehlt diese Hemmung, sodass die Hypophyse unkontrolliert ACTH produziert.
Cortisol ist ein wichtiges Stresshormon, das viele Körperfunktionen beeinflusst, darunter:
✔ Stoffwechsel & Fettverwertung
✔ Immunsystem & Entzündungshemmung
✔ Regulierung des Blutzuckerspiegels
📌 Ein dauerhafter Cortisolüberschuss ist für PPID nicht typisch. Die Erkrankung kann unter anderem mit folgenden Problemen einhergehen:
📌 PPID ist eine altersbedingte Erkrankung!
📊 Risikofaktoren für PPID:
✔ Alter: Je älter das Pferd, desto höher das Risiko.
✔ Genetische Veranlagung: Manche Rassen sind anfälliger (z. B. Ponys, Isländer).
✔ Ernährung & Haltung: Beeinflussen die Gesundheit, sind aber keine gesicherten Ursachen von PPID.
📌 Tipp: Regelmäßige Gesundheitschecks ab einem Alter von 10 Jahren können helfen, PPID frühzeitig zu erkennen!
📌 PPID entsteht durch den Verlust dopaminerger Nervenzellen im Hypothalamus. Die fehlende Hemmung führt zur Überaktivität des Hypophysenzwischenlappens und zur vermehrten Bildung von ACTH und weiteren Hormonen.
📌 Da die Erkrankung altersbedingt ist, tritt sie meist bei Pferden über 15 Jahren auf, kann aber auch früher beginnen. Ein Dopaminmangel ist der Hauptgrund für die Entgleisung des Hormonhaushalts.
📌 PPID ist nicht heilbar, aber mit der richtigen Behandlung kann das Fortschreiten verlangsamt und die Lebensqualität des Pferdes verbessert werden.
Das Cushing-Syndrom beim Pferd entwickelt sich meist schleichend über mehrere Jahre, sodass die ersten Anzeichen oft übersehen werden. Viele Besitzer denken zunächst, ihr Pferd altere nur „normal“. Doch eine frühzeitige Erkennung ist wichtig, um Folgeschäden wie Hufrehe oder Muskelschwund zu verhindern.
Hier sind die häufigsten Symptome von PPID:
🐴 Typisch für PPID:
📌 Warum passiert das?
Die hormonellen Veränderungen bei PPID stören die normale Fellregulation, sodass der Haarwechsel nicht mehr wie gewohnt funktioniert.
📌 Achtung: Manche Pferde mit PPID zeigen kein auffälliges Fellwachstum, sondern andere Symptome.
⚠ PPID ist eine der häufigsten Ursachen für Hufrehe!
📌 Warum bekommen PPID-Pferde Hufrehe?
📌 Tipp: Pferde mit PPID sollten eine hufrehefreundliche Diät erhalten – mit wenig Zucker und Stärke.
🐎 Typische Anzeichen:
📌 Warum passiert das?
PPID kann mit Muskelabbau einhergehen. Auch Alter, Ernährung und Begleiterkrankungen müssen berücksichtigt werden.
📌 Tipp: Regelmäßige Bewegung kann helfen, den Muskelabbau zu verlangsamen.
💦 Typische Symptome:
📌 Warum passiert das?
Das gestörte Hormonsystem beeinflusst die Schweißproduktion und die Wärmeregulierung.
📌 Tipp: Regelmäßiges Scheren im Sommer kann helfen, das Pferd zu entlasten.
🐎 PPID-Pferde wirken oft:
📌 Warum?
PPID und Begleiterkrankungen können mit Müdigkeit oder Verhaltensänderungen einhergehen. Diese Beschwerden sind nicht spezifisch und sollten abgeklärt werden.
📌 Tipp: Sanftes Training hilft, den Stoffwechsel in Schwung zu halten.
🦠 Häufige gesundheitliche Probleme:
📌 Warum?
Bei PPID kann die Immunfunktion beeinträchtigt sein, wodurch das Pferd anfälliger für Infektionen wird.
📌 Tipp: Regelmäßige Kontrollen durch den Tierarzt und eine nährstoffreiche Ernährung stärken das Immunsystem.
Falls dein Pferd eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, solltest du es auf PPID testen lassen.
✅ Langes, lockiges Fell oder Probleme beim Haarwechsel
✅ Hufrehe ohne erkennbaren Grund
✅ Muskelschwund oder veränderte Körperform
✅ Ungewöhnliches Schwitzen oder Hitzetoleranz-Probleme
✅ Erhöhte Infektanfälligkeit oder schlechte Wundheilung
📌 Je früher PPID erkannt wird, desto besser kann es behandelt werden, um Spätfolgen wie Hufrehe zu vermeiden!
📌 Cushing (PPID) entwickelt sich langsam, aber die Symptome sind oft gut erkennbar.
📌 Besonders das lange, lockige Fell und wiederkehrende Hufrehe sind typische Warnzeichen.
📌 Ein frühzeitiger Test kann helfen, schwere Folgeerkrankungen zu vermeiden!
Da sich das Cushing-Syndrom (PPID) langsam entwickelt, wird es oft erst erkannt, wenn die Symptome bereits deutlich sind. Eine frühzeitige Diagnose ist jedoch entscheidend, um schwere Folgen wie Hufrehe oder Muskelschwund zu vermeiden.
Die Diagnose von PPID erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Symptomanalyse und speziellen Bluttests.
📋 Erster Schritt:
📌 Wichtig: Typische Fellveränderungen können einen starken Verdacht begründen. Der Tierarzt entscheidet anhand des Gesamtbilds über geeignete Bluttests.
Die Diagnose von PPID erfolgt über spezielle Hormon-Tests, die die Konzentration von ACTH (Adrenocorticotropes Hormon) im Blut messen.
💉 ACTH-Basaltest
✔ Misst den ACTH-Wert im Blut.
✔ Ein erhöhter Wert kann PPID anzeigen; normale Werte schließen frühes PPID nicht aus.
✔ Jahreszeit, klinischer Befund und mögliche Störfaktoren müssen berücksichtigt werden.
📌 Wann ist dieser Test sinnvoll?
💉 TRH-Stimulationstest (empfindlichster Test)
✔ Pferd bekommt eine kleine Dosis TRH (Thyreotropin-Releasing-Hormon) gespritzt.
✔ TRH regt die Hypophyse an – bei PPID steigt der ACTH-Wert stark an.
✔ Besonders hilfreich zur Früherkennung von PPID.
📌 Wann ist dieser Test sinnvoll?
📌 Tipp: Der TRH-Test ist empfindlicher als der normale ACTH-Test und eignet sich besonders für Pferde mit unklaren Symptomen.
💉 Dexamethason-Suppressionstest (heute nicht routinemäßig empfohlen)
✔ Nach Dexamethason wird die Unterdrückung der Cortisolausschüttung geprüft.
✔ Bei PPID kann diese vermindert sein; der Test ist insbesondere im Frühstadium unzuverlässig.
✔ ACTH-Basaltest und TRH-Stimulationstest werden bevorzugt.
📌 Wird nur in Ausnahmefällen angewendet, da andere Tests sicherer sind.
PPID kann mit anderen Stoffwechselerkrankungen verwechselt werden, insbesondere mit dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS).
📊 Unterschiede zwischen PPID & EMS
| Merkmal | PPID (Cushing) | EMS (Equines Metabolisches Syndrom) |
|---|---|---|
| Ursache | Hormonstörung der Hypophyse | Insulindysregulation, häufig mit Übergewicht |
| Betroffene Pferde | Ältere Pferde (ab 15 Jahren) | Meist jüngere Pferde (5–15 Jahre) |
| Hufrehe-Risiko | Hoch | Sehr hoch |
| Körperbau | Muskelabbau, oft dünner Hals | Fettpolster am Hals, übergewichtige Pferde |
| Fellveränderungen | Langes, lockiges Fell (Hirsutismus) | Normaler Fellwechsel |
📌 Wichtig:
PPID und EMS können auch gemeinsam auftreten – viele PPID-Pferde haben gleichzeitig eine Insulinresistenz, was das Hufrehe-Risiko weiter erhöht!
📌 Tipp: Falls das Pferd Anzeichen von PPID & EMS zeigt, sollte zusätzlich ein Insulintest durchgeführt werden.
Falls dein Pferd mindestens eines dieser Symptome zeigt, ist ein PPID-Test sinnvoll:
✅ Unnatürlich langes oder lockiges Fell (Hirsutismus)
✅ Hufrehe ohne erkennbaren Grund
✅ Muskelschwund oder Leistungsabfall
✅ Übermäßiges Schwitzen oder schlechte Thermoregulation
✅ Schlechte Wundheilung oder häufige Infektionen
📌 Tipp: Lass ältere Pferde regelmäßig klinisch untersuchen. Ob ein PPID-Test sinnvoll ist, richtet sich nach Symptomen und individuellem Verdacht.
📌 Die Diagnose von PPID basiert auf einer Kombination aus klinischer Untersuchung und Bluttests.
📌 Der ACTH-Test ist die einfachste Methode, während der TRH-Stimulationstest empfindlicher ist.
📌 Früherkennung ist wichtig, um schwerwiegende Spätfolgen wie Hufrehe zu verhindern.
📌 Ältere Pferde sollten regelmäßig untersucht und bei Verdacht gezielt auf PPID getestet werden.
Cushing (PPID) ist nicht heilbar, aber mit der richtigen Therapie kann das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt und die Lebensqualität des Pferdes verbessert werden. Die Behandlung basiert auf Medikamenten, Fütterungsanpassung und gezieltem Management.
Das wichtigste Medikament zur Behandlung von PPID ist Pergolid, das unter dem Handelsnamen Prascend® bekannt ist.
💊 Wie wirkt Pergolid?
✔ Pergolid ist ein Dopamin-Agonist und wirkt an Dopaminrezeptoren des Hypophysenzwischenlappens.
✔ Es hemmt die übermäßige ACTH-Produktion und die Bildung weiterer POMC-Peptide.
✔ Erste Verbesserungen können sich nach einigen Wochen zeigen.
📌 Dosierung & Anwendung:
📌 Wann zeigt sich eine Verbesserung?
✔ Weniger starkes Schwitzen innerhalb von 2–4 Wochen.
✔ Fellwechsel normalisiert sich nach einigen Monaten.
✔ Muskelabbau verlangsamt sich.
📌 Nebenwirkungen von Prascend®:
📌 Tipp: Falls dein Pferd Prascend® anfangs schlecht verträgt, melde dich bei deinem Tierarzt. Er entscheidet über ein langsames Einschleichen oder andere Anpassungen.
Die richtige Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, um Hufrehe, Muskelschwund und Stoffwechselprobleme zu vermeiden.
🥕 Empfohlene Fütterung:
✔ Raufutter als Hauptbestandteil – Heu von guter Qualität, keine Silage.
✔ Zucker- und stärkearme Ernährung – hilft bei begleitender Insulindysregulation, überschießende Insulinantworten zu begrenzen.
✔ Proteinreiche Futtermittel – unterstützen den Muskelerhalt (z. B. Luzerne, Sojaschrot).
✔ Omega-3-Fettsäuren (Leinöl, Chiasamen) – entzündungshemmend.
🚫 Vermeiden:
❌ Getreidehaltige Futtermittel (z. B. Hafer, Mais, Gerste).
❌ Melasse oder zuckerreiche Leckerlis.
❌ Saftiges Gras mit hohem Fruktangehalt (besonders im Frühjahr & Herbst).
📌 Tipp: Falls dein Pferd insulinresistent ist (häufig bei PPID), kann ein Insulintest helfen, die Fütterung weiter anzupassen.
Die richtige Haltung und Pflege helfen, die Symptome zu minimieren und das Wohlbefinden des Pferdes zu steigern.
🏇 Wichtige Maßnahmen:
✔ Regelmäßige Bewegung – hilft, Muskelschwund zu verlangsamen.
✔ Tägliche Fellpflege – erleichtert den Fellwechsel.
✔ Sommer-Schur – verhindert Überhitzung bei Pferden mit langem Fell.
✔ Regelmäßige Hufpflege & tierärztliche Kontrollen – wichtig zur Vorbeugung von Hufrehe.
📌 Tipp: Pferde mit PPID sind oft empfindlicher gegenüber Infektionen – eine saubere und gut belüftete Stallumgebung hilft, das Immunsystem zu unterstützen.
Neben der schulmedizinischen Behandlung gibt es einige natürliche Ergänzungen, die das Wohlbefinden von PPID-Pferden unterstützen können.
🌿 Ergänzungsfuttermittel:
✔ Für Mönchspfeffer fehlt ein überzeugender Wirksamkeitsnachweis bei PPID.
✔ Mineralstoffe und Vitamine werden entsprechend dem Bedarf ergänzt.
✔ Für Mariendistel und Artischocke ist ein Nutzen zur Behandlung von PPID nicht belegt.
📌 Achtung:
Viele Pferdebesitzer suchen nach einer Alternative zu Prascend®, sei es wegen der Kosten einer lebenslangen Therapie, wegen Nebenwirkungen oder weil das Pferd die Tabletten nicht gern frisst. Wichtig zu wissen: Entscheidend für die Behandlung von PPID ist der Wirkstoff Pergolid. Eine gleichwertige Alternative ohne Pergolid gibt es nach heutigem Wissensstand nicht.
Neben Prascend® sind inzwischen weitere Pergolid-Tabletten für Pferde zugelassen, zum Beispiel Pergoquin®. Sie enthalten denselben Wirkstoff, können sich aber in Hersteller, Packungsgröße und Preis unterscheiden. Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich. Sprich ihn mit deinem Tierarzt ab, damit die Dosierung stimmt und der ACTH-Wert nach der Umstellung kontrolliert wird.
Cyproheptadin wurde früher häufiger bei PPID eingesetzt. Es gilt heute als deutlich weniger wirksam als Pergolid und ist keine gleichwertige Alternative zur Standardtherapie. In Einzelfällen setzt der Tierarzt es ergänzend ein, wenn Pergolid allein nicht ausreicht.
Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) wird oft als natürliche Alternative angeboten. Ein überzeugender Wirksamkeitsnachweis bei PPID fehlt jedoch. Pflanzliche Ergänzungen können das Wohlbefinden unterstützen, ersetzen aber keine Behandlung mit Pergolid. Bei alleiniger pflanzlicher Versorgung fehlt eine nachgewiesen wirksame PPID-Therapie. Das Hufrehe-Risiko hängt insbesondere von einer begleitenden Insulindysregulation ab.
Pergolid aus dem Ausland oder aus nicht geprüften Quellen solltest du nicht auf eigene Faust kaufen. Qualität und Wirkstoffgehalt sind nicht immer gesichert, und die Behandlung gehört unter tierärztliche Kontrolle. Wenn Kosten oder Nebenwirkungen ein Problem sind, sprich offen mit deinem Tierarzt: Oft lässt sich die Dosis anpassen, langsam einschleichen oder auf ein anderes zugelassenes Pergolid-Präparat wechseln.
| Behandlungsmethode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Prascend® (Pergolid) | Effektive Hemmung von ACTH, wissenschaftlich bewiesen | Lebenslange Einnahme notwendig, mögliche Nebenwirkungen |
| Zuckerarme Ernährung | Reduziert das Risiko für Hufrehe & Stoffwechselprobleme | Erfordert Disziplin & Anpassung der Fütterung |
| Regelmäßige Bewegung | Fördert Muskelaufbau & Stoffwechsel | Muss individuell an den Zustand des Pferdes angepasst werden |
| Mönchspfeffer & Kräuter | Kein gesicherter Nutzen zur Behandlung von PPID | Keine gesicherten wissenschaftlichen Beweise zur Wirksamkeit |
📌 Wichtig: Die beste Behandlung ist eine Kombination aus Medikamenten, angepasster Fütterung und gutem Management.
📌 Pergolid (Prascend®) ist die einzige wissenschaftlich bewiesene Therapie für PPID und sollte als Basisbehandlung eingesetzt werden.
📌 Eine zuckerarme, stärkearme Ernährung ist entscheidend, um Stoffwechselprobleme und Hufrehe zu vermeiden.
📌 Regelmäßige Bewegung, Fellpflege und tierärztliche Kontrollen helfen, die Symptome zu lindern und das Wohlbefinden zu verbessern.
📌 Mit der richtigen Behandlung kann ein PPID-Pferd noch viele Jahre gesund und aktiv bleiben!
Ein Pferd mit Cushing (PPID) benötigt eine angepasste Betreuung, um die Symptome unter Kontrolle zu halten und eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Mit der richtigen Behandlung, Fütterung und Haltung kann dein Pferd trotz der Erkrankung noch viele Jahre aktiv bleiben.
Hier sind die wichtigsten Tipps für den Alltag mit einem Cushing-Pferd:
Pferde mit PPID haben oft Stoffwechselprobleme und ein erhöhtes Risiko für Insulinresistenz & Hufrehe. Eine angepasste Ernährung ist daher essenziell.
🥕 Empfohlen:
✔ Heu von guter Qualität – idealerweise mit niedrigem Zuckergehalt.
✔ Eiweißreiche Futtermittel – unterstützen den Muskelaufbau (z. B. Luzerne, Sojaschrot).
✔ Omega-3-Fettsäuren (Leinöl, Chiasamen) – entzündungshemmend.
✔ Mineralstoffergänzungen – Magnesium & Vitamin E zur Unterstützung des Stoffwechsels.
🚫 Ungeeignet:
❌ Getreidehaltige Futtermittel (z. B. Hafer, Mais, Gerste).
❌ Melasse oder zuckerreiche Leckerlis.
❌ Saftiges Gras mit hohem Fruktangehalt (besonders im Frühjahr & Herbst).
📌 Tipp: Falls dein Pferd insulinresistent ist, kann ein Insulintest helfen, die Fütterung weiter anzupassen.
📌 Viele PPID-Pferde haben Probleme mit Fellwechsel und Hufgesundheit.
🛁 Fellpflege:
✔ Regelmäßiges Bürsten & Waschen, um lose Haare zu entfernen.
✔ Scheren im Sommer, wenn das Pferd stark schwitzt oder sein Fell nicht verliert.
✔ Leichte Decken im Winter, wenn das Pferd empfindlich auf Kälte reagiert.
🐴 Hufpflege:
✔ Regelmäßige Hufbearbeitung nach individuellem Plan; sie ersetzt nicht die Behandlung hormoneller Hufreherisiken.
✔ Tägliche Kontrolle der Hufe, besonders bei Pferden mit Hufrehe-Risiko.
✔ Geeigneter Untergrund – weicher Boden kann die Hufbelastung reduzieren.
📌 Tipp: Falls dein Pferd zu Hufrehe neigt, sollte es keinen freien Zugang zu Weidegras haben – alternativ kann ein Paddock mit Heufütterung genutzt werden.
Pferde mit PPID können von angepasster Bewegung profitieren, sofern sie schmerzfrei sind. Bei akuter Hufrehe darf das Pferd nicht trainiert oder zur Bewegung gezwungen werden; das weitere Vorgehen bestimmt der Tierarzt.
🏇 Welche Bewegung ist geeignet?
✔ Sanftes Training – regelmäßige Bewegung hilft, Muskelabbau zu verlangsamen.
✔ Geländereiten, leichte Bodenarbeit & Longieren – fördert die Beweglichkeit.
✔ Physiotherapie & Dehnübungen – bei Pferden mit Muskelschwäche.
🚫 Was vermeiden?
❌ Zu intensives Training bei geschwächten oder älteren Pferden.
❌ Training oder erzwungene Bewegung bei akuter Hufrehe, unabhängig vom Untergrund.
📌 Tipp: Falls dein Pferd in der Bewegung eingeschränkt ist, können gezielte Muskelaufbau-Übungen & Physiotherapie helfen.
📌 Stressreduktion unterstützt das Wohlbefinden und gehört zum Management von PPID-Pferden.
🐴 Wichtige Maßnahmen zur Stressvermeidung:
✔ Regelmäßiger Tagesablauf – Routinen helfen, das Pferd zu entspannen.
✔ Sozialkontakt zu anderen Pferden – Isolation kann Stress verursachen.
✔ Ruhige Fütterung & keine Futterkonkurrenz – Stress beim Fressen vermeiden.
✔ Saubere & gut belüftete Stallumgebung – verringert das Infektionsrisiko.
📌 Tipp: Falls dein Pferd sehr stressanfällig ist, können natürliche Beruhigungsmittel wie Magnesium oder Kräuter (z. B. Baldrian, Kamille) unterstützend wirken.
📌 Da PPID eine fortschreitende Krankheit ist, sollte der Gesundheitszustand regelmäßig überprüft werden.
🩺 Wichtige Untersuchungen:
✔ Bluttests (ACTH-Kontrolle) alle 3–6 Monate, um die Medikamentendosierung zu überprüfen.
✔ Kontrolle auf Hufrehe & Lahmheiten – besonders bei älteren Pferden.
✔ Zahnkontrolle – viele PPID-Pferde entwickeln Zahnprobleme oder fressen schlechter.
📌 Tipp: Falls dein Pferd auf Prascend® (Pergolid) eingestellt ist, sollte die Dosierung regelmäßig überprüft werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden.
✅ Richtige Fütterung & Diätmanagement, um Stoffwechselprobleme zu vermeiden.
✅ Regelmäßige Fell- & Hufpflege, um typische PPID-Probleme zu minimieren.
✅ Moderate Bewegung, um Muskelschwund zu verhindern.
✅ Stressreduktion durch ruhige Umgebung & feste Routinen.
✅ Regelmäßige Tierarztkontrollen, um die Medikamentenwirkung zu optimieren.
📌 Mit diesen Maßnahmen kannst du die Lebensqualität deines Pferdes trotz Cushing erheblich verbessern!
📌 PPID ist eine chronische Krankheit, aber mit der richtigen Betreuung kann dein Pferd noch viele Jahre aktiv bleiben.
📌 Eine angepasste Ernährung, regelmäßige Bewegung & medizinische Betreuung sind entscheidend.
📌 Je früher PPID erkannt wird, desto besser kann es kontrolliert werden.
📌 Mit Geduld und dem richtigen Management kann dein Cushing-Pferd ein glückliches und gesundes Leben führen!
Das Cushing-Syndrom (PPID) ist nicht heilbar, aber mit der richtigen Behandlung können betroffene Pferde noch viele Jahre eine hohe Lebensqualität haben. Die Prognose hängt davon ab, wie früh die Erkrankung erkannt wird und wie konsequent das Pferd betreut wird.
Pferde mit PPID können mit der richtigen Therapie noch viele Jahre mit guter Lebensqualität leben. Eine feste zusätzliche Lebenserwartung lässt sich nicht vorhersagen.
📌 Positive Faktoren für eine lange Lebenserwartung:
✔ Frühe Diagnose & rechtzeitiger Therapiebeginn
✔ Regelmäßige Medikamentengabe (Prascend®) und Anpassung der Dosis
✔ Gesunde Ernährung mit wenig Zucker & Stärke
✔ Regelmäßige Bewegung & guter Muskelaufbau
✔ Engmaschige tierärztliche Kontrollen
📌 Negative Faktoren, die die Lebenserwartung verkürzen:
❌ Unbehandeltes PPID, da es zu schweren Stoffwechselproblemen führt
❌ Hufrehe, die nicht rechtzeitig erkannt oder behandelt wird
❌ Schwerer Muskelabbau, der das Pferd schwächt
❌ Infektanfälligkeit & schlechte Wundheilung
❌ Späte Diagnose erst im Endstadium der Krankheit
📌 Frühzeitige Behandlung kann Beschwerden lindern und die Lebensqualität verbessern.
PPID ist an sich keine direkt tödliche Krankheit, aber die Folgeerkrankungen können die Lebensqualität stark beeinträchtigen.
⚠ Gefährliche Spätfolgen von unbehandeltem Cushing:
📌 Tipp: Falls dein Pferd immer wieder Hufrehe hat oder extrem an Gewicht verliert, sollte der Tierarzt neben der Behandlung auch eine begleitende Insulindysregulation und andere Ursachen prüfen.
Leider gibt es Fälle, in denen PPID so weit fortgeschritten ist, dass das Pferd nur noch leidet. Die Entscheidung zur Euthanasie ist schwierig, sollte aber im Sinne des Pferdes getroffen werden.
🔴 Wann ist es Zeit, Abschied zu nehmen?
✔ Wenn dein Pferd trotz Behandlung chronische Schmerzen hat.
✔ Wenn es nicht mehr aufstehen kann oder starke Muskelschwäche zeigt.
✔ Wenn wiederkehrende Hufrehe so schlimm ist, dass es nicht mehr normal laufen kann.
✔ Wenn das Immunsystem so geschwächt ist, dass ständig Infektionen auftreten.
📌 Wichtig: Die Entscheidung zur Euthanasie sollte immer mit dem Tierarzt & im Sinne des Pferdes getroffen werden.
PPID schreitet langsam fort. Ohne Behandlung, manchmal aber auch trotz Therapie, kann die Erkrankung nach Jahren ein Stadium erreichen, in dem sich die Folgeerkrankungen nicht mehr ausreichend kontrollieren lassen. Ein medizinisch einheitlich definiertes Endstadium gibt es bei PPID nicht. Entscheidend sind behandelbare Begleiterkrankungen, Schmerzen und die Lebensqualität des Pferdes.
PPID selbst ist selten die direkte Todesursache. Meist sind es die Folgen: Ein wichtiger Grund ist eine schwere, nicht mehr beherrschbare Hufrehe, wegen der ein Pferd erlöst werden muss. Auch schwere Infektionen infolge der geschwächten Abwehr, starker Muskel- und Gewichtsverlust oder zusätzliche Alterserkrankungen spielen eine Rolle. Viele Cushing-Pferde sterben also nicht an der Erkrankung selbst, sondern werden eingeschläfert, wenn ihre Lebensqualität nicht mehr gegeben ist.
Eine gute Schmerztherapie, weicher Untergrund, engmaschige Hufkontrollen und die regelmäßige Überprüfung der Pergolid-Dosis helfen, die verbleibende Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Sprich mit deinem Tierarzt offen über die Lebensqualität deines Pferdes und darüber, woran du erkennst, wann ein Abschied in seinem Sinne ist.
✅ Frühzeitige Diagnose & sofortige Behandlung
✅ Medikamentöse Therapie mit regelmäßiger Kontrolle
✅ Fütterung anpassen (wenig Zucker & Stärke, hochwertige Proteine)
✅ Regelmäßige Bewegung zur Vorbeugung von Muskelschwund
✅ Stress vermeiden & ein stabiles Umfeld schaffen
✅ Regelmäßige Hufpflege zur Hufrehe-Vorbeugung
📌 Mit der richtigen Betreuung kann dein Cushing-Pferd ein glückliches, aktives Leben führen!
📌 PPID ist eine chronische, aber gut kontrollierbare Erkrankung.
📌 Pferde mit früher Diagnose & richtiger Behandlung können noch viele Jahre leben.
📌 Unbehandeltes PPID kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie Hufrehe oder Muskelschwund führen.
📌 Die Lebensqualität des Pferdes sollte immer im Mittelpunkt stehen – rechtzeitige Behandlung kann das Fortschreiten der Krankheit stark verlangsamen.
📌 Je früher PPID erkannt wird, desto besser sind die Chancen für ein langes, gesundes Leben!
🔹 Nein, PPID ist eine chronische, fortschreitende Krankheit und kann nicht geheilt werden.
🔹 Aber: Mit Medikamenten wie Prascend® (Pergolid) kann die Krankheit gut kontrolliert werden, sodass das Pferd eine hohe Lebensqualität behalten kann.
📌 PPID kann bei allen Pferderassen auftreten. Der wichtigste bekannte Risikofaktor ist das Alter. Pauschale Risikozuschreibungen an einzelne Rassen sind nicht gesichert.
📌 Wichtig: PPID tritt häufiger bei älteren Pferden (ab 15 Jahren) auf, kann aber auch schon früher beginnen.
🔹 Eine gesunde Ernährung & gutes Management können helfen, aber ohne Medikamente schreitet die Krankheit weiter voran.
🔹 Prascend® (Pergolid) ist die einzige wissenschaftlich nachgewiesene Therapie.
🔹 Für Mönchspfeffer oder Kräuter fehlt ein gesicherter Nutzen zur Behandlung von PPID; sie ersetzen keine medikamentöse Therapie.
📌 Tipp: Eine Kombination aus Medikamenten, Fütterung & Bewegung ist der beste Weg, um PPID zu kontrollieren.
📌 Hufrehe ist eine der häufigsten & gefährlichsten Folgen von PPID!
✔ Ein Teil der PPID-Pferde hat zusätzlich eine Insulindysregulation.
✔ Überhöhte Insulinspiegel können hormonell bedingte Hufrehe auslösen.
✔ Dabei wird die Verbindung zwischen Hufwand und Hufbein geschädigt; starke Schmerzen und Lahmheit können folgen.
📌 Tipp: Pferde mit PPID sollten keine zuckerhaltigen Futtermittel bekommen und ihr Hufzustand muss regelmäßig überprüft werden.
✔ Ja, regelmäßige Bewegung ist wichtig, um den Muskelabbau zu verlangsamen.
✔ Moderates Training & Geländeritte sind ideal.
✔ Bei akuter Hufrehe darf das Pferd nicht geritten oder zur Bewegung gezwungen werden. Bei Muskelschwäche und nach abgeheilter Rehe legt der Tierarzt die mögliche Belastung fest.
📌 Tipp: Physiotherapie kann helfen, Muskeln zu erhalten & die Beweglichkeit zu verbessern.
🚫 Nicht geeignet:
❌ Getreidehaltiges Futter (Hafer, Mais, Gerste)
❌ Melasse, melassierte Rübenschnitzel & süße Leckerlis
❌ Frisches, junges Weidegras mit hohem Fruktangehalt
✔ Empfohlen:
✔ Raufutter (Heu, Luzerne)
✔ Eiweißreiche Futtermittel für den Muskelerhalt
✔ Omega-3-Fettsäuren (Leinöl, Chiasamen)
📌 Tipp: Falls dein Pferd insulinresistent ist, sollte das Futter auf Zucker & Stärke geprüft werden.
🌿 Pflanzliche Mittel:
✔ Für Mönchspfeffer, Mariendistel und Artischocke fehlt ein gesicherter Nutzen zur Behandlung von PPID.
✔ Ergänzungsfuttermittel sollten passend zum individuellen Nährstoffbedarf ausgewählt werden.
📌 Achtung: Diese Mittel sind kein Ersatz für eine wirksame medikamentöse Behandlung.
✅ Mögliche Verbesserungen im Verlauf der Behandlung:
✔ Weniger starkes Schwitzen
✔ Normalisierung des Fellwechsels
✔ Mehr Energie & weniger Lethargie
✔ Weniger Muskelabbau
📌 Falls sich die Symptome nicht verbessern, sollte der Tierarzt Behandlung und mögliche Begleiterkrankungen überprüfen.
📊 Vergleich: PPID vs. EMS
| Merkmal | PPID (Cushing) | EMS (Equines Metabolisches Syndrom) |
|---|---|---|
| Ursache | Hormonstörung der Hypophyse | Insulindysregulation, häufig mit Übergewicht |
| Betroffene Pferde | Meist ältere Pferde (ab 15 Jahren) | Meist jüngere Pferde (5–15 Jahre) |
| Hufrehe-Risiko | Hoch | Sehr hoch |
| Körperbau | Muskelabbau, oft dünner Hals | Fettpolster am Hals, übergewichtige Pferde |
| Fellveränderungen | Langes, lockiges Fell (Hirsutismus) | Normaler Fellwechsel |
📌 Wichtig: PPID und EMS können gemeinsam auftreten, daher ist oft ein Insulintest zusätzlich zum PPID-Test sinnvoll.
Leider gibt es Fälle, in denen PPID so weit fortgeschritten ist, dass das Pferd nur noch leidet.
🔴 Wann ist es Zeit, Abschied zu nehmen?
✔ Wenn das Pferd chronische Schmerzen trotz Behandlung hat.
✔ Wenn es nicht mehr aufstehen kann oder starke Muskelschwäche zeigt.
✔ Wenn es dauerhaft unter schwerer Hufrehe leidet.
✔ Wenn das Immunsystem so geschwächt ist, dass ständig Infektionen auftreten.
📌 Wichtig: Die Entscheidung zur Euthanasie sollte immer mit dem Tierarzt & im Sinne des Pferdes getroffen werden.
PPID steht für Pituitary Pars Intermedia Dysfunction, eine Funktionsstörung des Zwischenlappens (Pars intermedia) der Hirnanhangdrüse. Es ist die medizinisch korrekte Bezeichnung für das, was viele Pferdebesitzer als Equines Cushing-Syndrom kennen. Gemeint ist dieselbe Erkrankung.
Bei allen Pferden steigt der ACTH-Wert im Spätsommer und Herbst natürlicherweise an. Für diese Zeit gelten deshalb jahreszeitlich angepasste Referenzwerte. Gerade im Herbst lässt sich PPID oft gut erkennen, weil betroffene Pferde dann besonders deutlich über den saisonalen Werten liegen. Dein Tierarzt bewertet das Ergebnis immer passend zur Jahreszeit.
Nein. PPID ist nicht heilbar, deshalb ist die Behandlung mit Pergolid in der Regel lebenslang. Wird das Medikament abgesetzt, kehren die Symptome meist zurück. Auch eigenmächtige Dosisänderungen sind nicht sinnvoll. Hast du versehentlich zu viel gegeben oder zeigt dein Pferd deutliche Appetitlosigkeit oder Teilnahmslosigkeit, melde dich bei deinem Tierarzt. Dosisanpassungen erfolgen immer auf Grundlage von Blutwerten und Symptomen.
Pergolid darf nur bei Pferden angewendet werden, die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen. Dein Pferd muss deshalb im Equidenpass dauerhaft als nicht zur Schlachtung bestimmt eingetragen sein. Dein Tierarzt bespricht das vor Beginn der Behandlung mit dir.
✔ Cushing ist nicht heilbar, aber mit Medikamenten & Management gut kontrollierbar.
✔ Frühzeitige Diagnose & richtige Fütterung sind entscheidend, um Spätfolgen zu vermeiden.
✔ Mit der richtigen Betreuung kann ein PPID-Pferd noch viele Jahre aktiv bleiben.
✔ Unbehandeltes PPID führt oft zu schweren Komplikationen wie Hufrehe oder Muskelschwund.
Das Cushing-Syndrom (PPID) erfordert eine lebenslange Betreuung, aber mit der richtigen Kombination aus Medikamenten, Fütterung & Management kann dein Pferd weiterhin ein glückliches Leben führen.
📌 Regelmäßige Tierarztkontrollen & eine auf PPID abgestimmte Haltung sind der Schlüssel zu einer langen, gesunden Lebenszeit!

Weil mir das Wohl Ihres Pferdes am Herzen liegt:
Bei Fragen zu Cushing bei Ihrem Pferd, kontaktieren Sie mich gerne.
Ihr Dr. vet. Henning v. Lützow
Lassen Sie es untersuchen, bevor aus kleinen Beschwerden ein großes Problem wird. Dr. med. vet. Henning v. Lützow nimmt sich Zeit für Sie und Ihr Tier.