Milben bei Katzen
Kratzen, Schuppen, kahle Stellen: sieben Warnzeichen für Milben bei der Katze und was Sie tun können, damit Ihre Katze gesund bleibt.
Katzenschnupfen ist eine ansteckende Infektion der Atemwege, Augen und Schleimhäute. Zehn Fakten zu Erregern, Verlauf, Behandlung und Impfung.
Katzenschnupfen ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem die Atemwege, Augen und Schleimhäute von Katzen betrifft. Die Erkrankung wird durch verschiedene Viren und Bakterien ausgelöst, die gemeinsam als Katzenschnupfen-Komplex bezeichnet werden.
Zu den Hauptverursachern von Katzenschnupfen gehören:
Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird auf verschiedene Weise übertragen:
Die Symptome von Katzenschnupfen können je nach Erreger und Schwere der Infektion variieren. Während manche Katzen nur leichte Beschwerden haben, kann die Krankheit in schweren Fällen lebensbedrohlich sein.
Zu Beginn der Infektion zeigen sich oft unspezifische Symptome, die leicht mit einer harmlosen Erkältung verwechselt werden können:
Ohne Behandlung kann sich der Katzenschnupfen verschlimmern und ernsthafte gesundheitliche Folgen haben:
Katzenschnupfen kann harmlos beginnen, aber schnell gefährlich werden, wenn er nicht behandelt wird. Viele Katzenhalter warten zu lange, weil die ersten Symptome oft einer leichten Erkältung ähneln. Doch in vielen Fällen kann eine frühzeitige Behandlung schwerwiegende Folgen verhindern.
Ein Tierarztbesuch ist dringend erforderlich, wenn deine Katze eines oder mehrere der folgenden Symptome zeigt:
Unbehandelter Katzenschnupfen kann zu chronischen Erkrankungen führen, darunter:
Der Tierarzt kann mit gezielten Untersuchungen feststellen, welche Erreger beteiligt sind, und eine entsprechende Behandlung einleiten.
In der Regel wird der Tierarzt:
Bei schweren Fällen kann es nötig sein, die Katze stationär aufzunehmen und mit Infusionen oder Sauerstoff zu versorgen.
Ja, Katzenschnupfen ist hoch ansteckend und kann sich schnell in Mehrkatzenhaushalten, Tierheimen oder unter Freigängern verbreiten. Besonders problematisch ist, dass er nicht nur durch direkten Kontakt übertragen wird, sondern auch über Gegenstände und sogar Menschen.
Es gibt mehrere Wege, wie sich eine Katze infizieren kann:
Wenn eine Katze an Katzenschnupfen erkrankt, ist eine frühzeitige Behandlung entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden. Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Symptome und den beteiligten Erregern.
Ein Tierarzt wird die beste Therapie für die Katze festlegen, die je nach Fall folgende Maßnahmen umfassen kann:
Neben der tierärztlichen Behandlung gibt es einige Maßnahmen, die den Heilungsprozess unterstützen:
✅ Warme & ruhige Umgebung: Eine kuschelige, warme Liegestelle hilft der Katze, sich zu erholen.
✅ Feuchte Luft: Inhalationen mit steriler Kochsalzlösung über einen geeigneten Vernebler können nach tierärztlicher Anleitung Sekret lösen. Eine Schüssel mit warmem Wasser vernebelt kein Salz. Keine ätherischen Öle zusetzen.
✅ Augen & Nase reinigen: Mit einem weichen, feuchten Tuch regelmäßig den Ausfluss sanft abwischen.
✅ Gutes Futter anbieten: Falls die Katze schlecht frisst, kann man stark riechendes Futter (z. B. Thunfisch oder erwärmtes Nassfutter) anbieten.
✅ Bedarfsgerechte Ernährung: Biete ein ausgewogenes Alleinfuttermittel an. L-Lysin wird wegen fehlender nachgewiesener Wirksamkeit gegen feline Herpesviren nicht empfohlen.
Die Genesung hängt von der Schwere der Infektion ab:
Katzenschnupfen kann schwerwiegende Folgen haben, daher ist Vorbeugung besonders wichtig. Mit den richtigen Maßnahmen kannst du das Risiko einer Ansteckung erheblich reduzieren.
Die Katzenschnupfen-Impfung gehört zu den Standardimpfungen für Katzen und schützt vor den Hauptverursachern – dem Feline Herpesvirus (FHV-1) und dem Feline Calicivirus (FCV).
✅ Schützt die Katze vor schweren Verläufen
✅ Reduziert das Risiko einer Infektion, aber verhindert sie nicht zu 100%
✅ Empfohlen für alle Katzen, besonders Freigänger und Mehrkatzenhaushalte
💉 Impfempfehlung:
Ein starkes Immunsystem hilft der Katze, Infektionen besser abzuwehren:
Falls du mehrere Katzen hast oder eine Katze aus dem Tierheim aufnimmst:
Viele Halter sind verunsichert, wenn ihre geimpfte Katze plötzlich niest und tränende Augen hat. Das bedeutet nicht, dass die Impfung nutzlos war. Es gibt mehrere Gründe, warum Katzenschnupfen trotz Impfung auftreten kann.
Geimpfte Katzen erkranken in der Regel milder und erholen sich schneller. Trotzdem kann auch eine geimpfte Katze mit Schnupfen Erreger ausscheiden und andere Katzen anstecken. Halte sie daher von anderen Katzen getrennt und lass sie tierärztlich untersuchen, wenn sie schlecht frisst, Fieber hat oder Augen und Nase stark verklebt sind.
Die Impfung bleibt trotzdem der wichtigste Schutz vor schweren und lebensgefährlichen Verläufen. Ob für deine Katze zusätzliche Impfungen sinnvoll sind, besprichst du am besten bei der nächsten Impfberatung.
Viele Katzen erholen sich mit der richtigen Behandlung gut von Katzenschnupfen. Doch in schweren oder unbehandelten Fällen kann die Krankheit bleibende Schäden hinterlassen, die die Lebensqualität der Katze dauerhaft beeinträchtigen.
Bei manchen Katzen bleibt der Katzenschnupfen bestehen, weil die Erreger im Körper verbleiben. Diese Katzen können immer wieder Symptome entwickeln, insbesondere wenn ihr Immunsystem geschwächt ist.
🔹 Typische Anzeichen:
Chronischer Katzenschnupfen ist je nach Ursache nicht vollständig heilbar. Eine gezielte tierärztliche Behandlung und gute Pflege können die Beschwerden oft lindern.
Besonders Herpesviren können schwere Augenentzündungen verursachen. In schlimmen Fällen kann es zu:
Ein frühzeitiger Tierarztbesuch kann helfen, solche Schäden zu vermeiden.
Katzen, die mit dem Calicivirus infiziert sind, leiden oft unter:
Diese Katzen benötigen oft eine spezielle Ernährung oder regelmäßige Zahnbehandlungen.
In schweren Fällen kann Katzenschnupfen auf die Lunge übergreifen und eine lebensgefährliche Lungenentzündung verursachen. Besonders junge, alte oder geschwächte Katzen sind gefährdet.
🔹 Warnzeichen:
Von chronischem Katzenschnupfen spricht man, wenn Niesen, Nasenausfluss oder Augenprobleme über Wochen bestehen bleiben oder immer wiederkehren. Oft steckt eine bleibende Schädigung der Nasenschleimhaut dahinter, auf der sich immer wieder Bakterien ansiedeln. Bei anderen Katzen flammt ein schlummerndes Herpesvirus in Stressphasen erneut auf.
Das hängt von der Ursache ab. Katzen, die Herpes- oder Caliciviren in sich tragen, können diese ausscheiden und andere Katzen anstecken, besonders in Phasen mit Symptomen. Ist der Schnupfen vor allem Folge einer geschädigten Nasenschleimhaut, ist das Risiko geringer. Die typischen Katzenschnupfen-Viren sind nicht auf Menschen übertragbar.
Heilbar im eigentlichen Sinn ist chronischer Katzenschnupfen meist nicht, aber gut zu lindern. Mögliche Bausteine, die deine Tierärztin oder dein Tierarzt individuell zusammenstellt:
Viele Katzen mit chronischem Schnupfen haben bei guter Betreuung eine weitgehend normale Lebenserwartung. Wichtig ist, dass die Katze gut frisst, ausreichend trinkt und Schübe früh behandelt werden. Nur wenn die Beschwerden trotz Behandlung dauerhaft so stark sind, dass Fressen, Atmen oder Wohlbefinden erheblich leiden, stellt sich die Frage nach der Lebensqualität. Diese Entscheidung solltest du immer gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis treffen.
Katzenschnupfen ist keine harmlose Erkältung, sondern kann ernste Folgen haben. Eine frühzeitige Behandlung und vorbeugende Maßnahmen wie Impfungen und gute Hygiene helfen, die Krankheit zu verhindern oder abzumildern.
✅ Regelmäßige Impfungen & Gesundheitschecks
✅ Schnelle Behandlung bei ersten Symptomen
✅ Gute Hygiene & Immunsystem stärken
Mit der richtigen Vorsorge kann deine Katze ein gesundes und glückliches Leben führen! 🐾💙
Am ansteckendsten ist eine Katze, solange sie Symptome zeigt. Danach können einige Katzen weiterhin Erreger ausscheiden: Katzen mit Herpesviren tragen das Virus lebenslang in sich und können es bei Stress erneut ausscheiden, manche Calicivirus-Träger über Monate oder dauerhaft. Halte eine erkrankte Katze deshalb mindestens so lange von anderen Katzen getrennt, bis alle Symptome abgeklungen sind, und sprich das weitere Vorgehen mit deiner Tierarztpraxis ab.
Eine Erkältung wie beim Menschen gibt es bei Katzen im eigentlichen Sinn nicht. Niest eine Katze und hat sie Nasenausfluss oder tränende Augen, stecken meist die Erreger des Katzenschnupfen-Komplexes dahinter. Auch ein milder infektiöser Verlauf kann für andere Katzen ansteckend sein. Ähnliche Beschwerden können aber auch nicht infektiöse Ursachen haben.
Nicht unbedingt. Gelegentliches Niesen kann durch Staub, Streu, Duftstoffe oder Rauch ausgelöst werden. Niest deine Katze häufig ohne Ausfluss, kommen auch ein Fremdkörper in der Nase (etwa ein Grashalm), Zahnprobleme oder Veränderungen in der Nase infrage. Kommen Ausfluss, verklebte Augen, Fieber oder Appetitlosigkeit hinzu, spricht vieles für Katzenschnupfen. Hält das Niesen länger als ein paar Tage an, lass die Ursache tierärztlich abklären.
Ja, eine Impfung schützt nicht zu 100 % vor einer Infektion, aber sie verhindert in den meisten Fällen einen schweren Krankheitsverlauf. Geimpfte Katzen haben oft nur milde Symptome und erholen sich schneller.
Die typischen Katzenschnupfen-Viren sind nicht auf Menschen übertragbar. Selten können jedoch beteiligte Bakterien wie Chlamydia felis oder Bordetella bronchiseptica Menschen infizieren, besonders bei geschwächter Immunabwehr. Allerdings können wir Erreger über Kleidung oder Hände auf andere Katzen übertragen.
Das hängt von der Schwere der Erkrankung ab:
Ja, wenn du mehrere Katzen hast, solltest du die erkrankte Katze von den gesunden trennen, um eine Ansteckung zu verhindern. Auch Näpfe, Katzentoiletten und Decken sollten nicht gemeinsam genutzt werden.
Viele Katzen haben durch verstopfte Nasen keinen Appetit, da sie ihr Futter nicht riechen können. Tipps:
✅ Futter leicht erwärmen, damit der Geruch intensiver wird
✅ Weiches oder püriertes Futter anbieten (z. B. Nassfutter oder Hühnerbrühe ohne Gewürze)
✅ Wenn die Katze nicht frisst, noch am selben Tag tierärztlichen Rat einholen; bei Kitten, Schwäche oder Atemnot sofort!
Ja, besonders für ungeimpfte Kätzchen, immungeschwächte oder ältere Katzen kann Katzenschnupfen lebensgefährlich werden. Eine frühzeitige Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen wie Lungenentzündung oder dauerhafte Schäden zu verhindern.
Ja, manche Katzen bleiben lebenslang Virusträger, vor allem beim Herpes- oder Calicivirus. Sie können die Krankheit immer wieder weitergeben – auch wenn sie selbst keine Symptome haben.
Die Kosten hängen von der Schwere der Infektion ab. Eine einfache Behandlung mit Medikamenten kostet meist zwischen 50 und 150 €. Falls eine stationäre Aufnahme nötig ist, können die Kosten auf mehrere hundert Euro steigen.
In sehr milden Fällen kann sich eine gesunde, erwachsene Katze mit starkem Immunsystem selbst erholen. Allerdings ist das Risiko hoch, dass sich die Infektion verschlimmert oder chronisch wird, wenn sie unbehandelt bleibt. Ohne tierärztliche Hilfe können schwerwiegende Folgen wie Augen- oder Lungenschäden auftreten. Deshalb sollte man immer frühzeitig einen Tierarzt aufsuchen.

Weil mir das Wohl Ihrer Katze am Herzen liegt:
Bei Fragen zu Katzenschnupfen bei Ihrer Katze, kontaktieren Sie mich gerne.
Ihr Dr. vet. Henning v. Lützow
Lassen Sie es untersuchen, bevor aus kleinen Beschwerden ein großes Problem wird. Dr. med. vet. Henning v. Lützow nimmt sich Zeit für Sie und Ihr Tier.