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6 Fehler bei der Mauke-Behandlung, die du unbedingt vermeiden solltest

Mauke beim Pferd lässt sich mit der richtigen Behandlung gut in den Griff bekommen. Sechs Fehler, die Sie dabei vermeiden sollten.

Mauke beim Pferd
Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist Mauke – und warum ist sie so hartnäckig?
  2. Symptome: So erkennst du Mauke beim Pferd
  3. Ursachen und Auslöser von Mauke
  4. Trockene oder nässende Mauke: Unterschiede und richtige Pflege
  5. Behandlung: Was wirklich gegen Mauke hilft
  6. Betaisodona, Chlorhexidin, Zinksalbe: Welches Mittel hilft wofür?
  7. Vorbeugung: So schützt du dein Pferd langfristig vor Mauke
  8. Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Mauke beim Pferd

Was ist Mauke – und warum ist sie so hartnäckig?

Mauke ist eine entzündliche Hauterkrankung im Bereich der Fesselbeuge – also dort, wo das Bein des Pferdes am empfindlichsten ist. Sie beginnt meist mit geröteter, rissiger Haut, kann aber schnell zu nässenden, verkrusteten und schmerzhaften Wunden führen.

Mauke ist keine eigenständige Krankheit – sondern ein Symptom

Hinter Mauke können verschiedene Ursachen stecken, etwa:

  • Feuchtigkeit & Schmutz
  • Pilze, Bakterien oder Milben
  • Mechanische Reizung durch Fell, Krusten oder falsche Haltung
  • Stoffwechselprobleme, Immunschwäche oder allergische Reaktionen

Warum Mauke nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf

  • Sie kann chronisch werden – mit dauerhaften Hautveränderungen
  • In schweren Fällen droht eine Phlegmone (Einschuss) mit ausgeprägter Beinschwellung
  • Sie ist oft schmerzhaft und schränkt die Beweglichkeit ein
  • Bei zu spätem Eingreifen drohen langwierige Therapien und hohe Kosten

Besonders betroffen:

  • Kaltblüter und Pferde mit Behang (Friesen, Tinker, Shire)
  • Pferde mit geschwächtem Immunsystem oder Stoffwechselproblemen
  • Pferde, die regelmäßig in feuchten oder matschigen Paddocks stehen

Symptome: So erkennst du Mauke beim Pferd

Mauke kann ganz harmlos beginnen – ein bisschen Hautrötung oder leichtes Schuppen. Doch ohne Behandlung verschlimmert sich der Zustand schnell. Je früher du die Symptome erkennst, desto einfacher ist die Therapie.


1. Frühzeichen (akute Mauke)

  • Rötung der Haut in der Fesselbeuge
  • Schuppige, trockene Haut
  • Haarausfall im betroffenen Bereich
  • Juckreiz – das Pferd kratzt sich oder stampft häufiger
  • Erste kleine Krusten oder Risse in der Haut

Diese ersten Anzeichen werden oft übersehen oder mit „trockener Haut“ verwechselt – dabei ist jetzt der beste Zeitpunkt, um zu handeln.


2. Fortgeschrittene Mauke (nässend & entzündet)

  • Nässende, teils eitrige Wunden
  • Gelblich-weiße oder rötliche Krustenbildung
  • Schmerzhaft geschwollene Hautbereiche
  • Pferd reagiert empfindlich auf Berührung
  • Unwilligkeit beim Hufegeben oder Reiten

3. Chronische Mauke

  • Dicke, lederartige Hautverdickungen
  • Tief sitzende Krusten und Schrunden
  • Dauerhafte Haarlosigkeit oder Narbenbildung
  • In extremen Fällen: Elephantiasis-artige Schwellungen

4. Komplikationen bei unbehandelter Mauke

  • Sekundärinfektionen durch Bakterien oder Pilze
  • Phlegmone (Einschuss) mit Entzündung der Lymphgefäße
  • Lahmheit durch Schmerzen und Schwellung

5. Verwechslungsgefahr

Mauke kann leicht mit anderen Hautproblemen verwechselt werden:

  • Milbenbefall
  • Rasurbrand oder Ekzeme
  • Allergische Reaktionen
  • Entzündungen kleiner Hautgefäße (Vaskulitis)

➡️ Ein Tierarztbesuch ist empfehlenswert, wenn du dir nicht sicher bist oder die Symptome sich verschlimmern.

Ursachen und Auslöser von Mauke

Mauke ist kein Zufall. Die Haut in der Fesselbeuge ist extrem empfindlich – sie wird schnell gereizt, aufgeweicht oder infiziert. Die Ursachen sind dabei vielschichtig – meist liegt eine Kombination aus Umweltfaktoren, Pflegefehlern und individuellen Schwächen vor.


1. Feuchtigkeit und Matsch – der Klassiker

  • Dauerhafte Nässe weicht die Haut auf, macht sie durchlässiger für Keime
  • Schlamm, Urin und Kot reizen die Haut zusätzlich
  • Unzureichende Reinigung nach dem Weidegang oder Paddockaufenthalt verstärkt das Risiko

➡️ Besonders gefährlich: feucht-warmes Wetter + mangelnde Pflege


2. Fell- und Hautprobleme

  • Starker Behang (z. B. bei Tinkern oder Friesen) hält Feuchtigkeit in der Fesselbeuge
  • Eingedrehte Haare und verklebte Krusten können Mikrorisse erzeugen
  • Verklebte Krusten unter dem Fell bleiben oft lange unbemerkt

3. Mikroorganismen: Bakterien, Pilze & Milben

  • Häufigste Erreger: Staphylokokken, Dermatophilus congolensis, Hefepilze
  • Oft ist eine Mischinfektion im Spiel
  • Räudemilben (Chorioptes) können Mauke begünstigen oder imitieren

4. Mechanische Reize und Haltungseinflüsse

  • Scheuern durch Bandagen, Gamaschen oder Stroh
  • Ammoniakhaltige Einstreu reizt die Haut bei empfindlichen Pferden
  • Ungünstiger Untergrund (z. B. Beton, Sand mit Split) kann die Fesselhaut angreifen

5. Schwaches Immunsystem oder Stoffwechselprobleme

  • Cushing-Syndrom, EMS, Leberprobleme oder Zinkmangel können die Hautbarriere schwächen
  • Stress, Krankheiten oder Wurmbefall belasten zusätzlich
  • Allergien gegen Futter oder Einstreu kommen ebenfalls in Betracht

6. Falsche oder übertriebene Pflege

  • Zu häufiges Waschen mit scharfen Shampoos greift die Hautflora an
  • Fettige Salben auf nasser Haut → idealer Nährboden für Keime
  • Krusten mechanisch entfernen, ohne die Haut zu schützen = Kontraproduktiv!

Fazit: Mauke entsteht selten durch „einen einzigen Auslöser“. Wer die Ursachen versteht, kann gezielter vorbeugen – und wirksamer behandeln.

Trockene oder nässende Mauke: Unterschiede und richtige Pflege

Im Stall wird oft zwischen trockener und nässender Mauke unterschieden. Medizinisch sind das keine getrennten Krankheiten, sondern unterschiedliche Erscheinungsbilder. Die Unterscheidung hilft dir aber, die Pflege richtig anzupassen.

1. Nässende Mauke

Die Haut ist feucht, gerötet, teils schmierig belegt oder eitrig. Im Vordergrund steht, die Stelle sauber und trocken zu bekommen: Nach tierärztlicher Anleitung schonend reinigen und gründlich trocknen; Krusten nicht gewaltsam ablösen. Fettige Salben sind in dieser Phase eher ungünstig, weil sie Feuchtigkeit und Keime unter sich einschließen. Bei eitrigen, geschwollenen oder schmerzhaften Stellen ist eine zeitnahe tierärztliche Abklärung nötig, da oft Bakterien beteiligt sind.

2. Trockene Mauke

Die Haut ist schuppig, rissig, verkrustet oder verdickt, nässt aber kaum. Dieses Bild ist typisch für chronische Verläufe und für Pferde mit viel Behang. Gerade hier lohnt sich die Suche nach der Ursache, denn hinter trockener, juckender Mauke stecken häufig Milben (Chorioptes). Dann helfen Salben allein nicht, sondern nur eine gezielte Milbenbehandlung des Pferdes und meist auch der Stallgefährten.

Pflegetipps bei trockener Mauke:

  • Krusten nicht abreißen; nur bereits gelöste Krusten nach tierärztlicher Anleitung vorsichtig entfernen
  • Haut nach dem Reinigen vollständig trocknen lassen
  • Auf saubere, trockene Haut dünn eine schützende Salbe auftragen, zum Beispiel eine Zinksalbe
  • Behang bei Bedarf vorsichtig kürzen, damit Luft an die Haut kommt
  • Juckreiz ernst nehmen und ein Hautgeschabsel auf Milben untersuchen lassen

Bessert sich trockene Mauke trotz konsequenter Pflege nicht oder breitet sie sich aus, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Bei Kaltblütern mit chronisch verdickter Haut an den Beinen kann auch ein chronisch fortschreitendes Lymphödem (CPL) dahinterstecken, das eine langfristige Betreuung braucht.

Behandlung: Was wirklich gegen Mauke hilft

Die erfolgreiche Behandlung von Mauke erfordert vor allem eins: Konsequenz. Es reicht nicht, die betroffenen Stellen einmal zu reinigen oder eine Salbe aufzutragen. Vielmehr geht es um ein systematisches Vorgehen, das Haut, Haltung und Ursache gleichzeitig berücksichtigt.


1. Gründliche, aber sanfte Reinigung

  • Krusten und Schmutz vorsichtig einweichen (bei Bedarf mit lauwarmem Wasser, ohne festsitzende Krusten abzulösen)
  • Bei Bedarf milde, für Pferde geeignete Shampoos verwenden; antiseptische Waschlösungen mit Povidon-Iod oder Chlorhexidin nur nach tierärztlicher Anleitung
  • Keine harte Bürste oder mechanisches Kratzen – das reizt die Haut zusätzlich
  • Nach dem Waschen: gründlich abtrocknen, vor allem in Hautfalten und unter dem Behang

2. Gezielte Pflege & Behandlung

✅ Bei bakteriellen Infektionen:

  • Geeignete antiseptische Präparate nach tierärztlicher Empfehlung; Zinksalbe ist kein Ersatz für eine gezielte Infektionsbehandlung
  • Lokale Antibiotika nach Absprache mit dem Tierarzt

✅ Bei Pilz- oder Mischinfektion:

  • Antimykotische Präparate nur nach tierärztlicher Diagnose und Verordnung
  • Bei hartnäckigen Fällen: systemische Pilzmittel durch den Tierarzt

✅ Bei starker Entzündung oder Juckreiz:

  • Cortisonhaltige Präparate nur nach tierärztlicher Untersuchung und Verordnung zur Entzündungshemmung
  • Antihistaminika zur Linderung von Juckreiz (nur nach Rücksprache)

3. Bei Milbenbefall: gezielte Parasitenbehandlung

  • Geeignete Mittel gegen Milben nach tierärztlicher Untersuchung und Verordnung
  • Einstreu und Equipment gründlich reinigen
  • Stall- oder Weidekameraden mitbehandeln, falls nötig

4. Ernährungs- und Stoffwechselunterstützung

  • Bedarfsgerechte Fütterung; Ergänzungen nur bei festgestelltem Bedarf nach Rationsprüfung
  • Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Leinöl oder Fischöl) wirken entzündungshemmend
  • Bei Verdacht auf Grunderkrankung: Blutbild und ggf. Stoffwechseltest durchführen lassen

5. Das solltest du vermeiden

🚫 Fettige Salben auf ungewaschener oder feuchter Haut
🚫 Pflaster, die keine Luft durchlassen
🚫 Zu häufiges oder aggressives Waschen
🚫 Schmutzige Bandagen, Gamaschen oder Putzzeug
🚫 Eigenversuche ohne Ursachenanalyse


6. Wann zum Tierarzt?

  • Wenn sich der Zustand nach 3–5 Tagen nicht verbessert
  • Bei schmerzhafter Schwellung, Fieber oder Lahmheit
  • Wenn du den Verdacht auf Pilze, Milben oder Allergien hast
  • Für eine gezielte Diagnostik und Laboruntersuchung

Betaisodona, Chlorhexidin, Zinksalbe: Welches Mittel hilft wofür?

Die Frage nach dem besten Mittel gegen Mauke ist verständlich, lässt sich aber nicht pauschal beantworten. Jedes Mittel hat seine eigene Aufgabe. Entscheidend ist, es zur richtigen Zeit und auf die richtige Weise einzusetzen.

1. Antiseptische Waschlösungen: Betaisodona und Chlorhexidin

Povidon-Iod (z. B. Betaisodona) und Chlorhexidin wirken keimreduzierend und eignen sich zur Reinigung nässender oder verkrusteter Stellen. Präparat, Anwendung, Einwirkzeit und gegebenenfalls Nachspülen müssen tierärztlich auf die betroffene Haut abgestimmt werden. Danach die Fesselbeuge gründlich trocknen. Zu häufige Anwendung kann die Haut reizen und austrocknen. Wie oft und wie lange du reinigst, stimmst du am besten mit deiner Tierarztpraxis ab.

2. Zinksalbe und Lebertran-Zinksalbe

Zinkhaltige Salben schützen die Haut, wirken leicht austrocknend und unterstützen die Heilung. Sie eignen sich bei leichten Reizungen und in der Abheilungsphase, und zwar immer auf sauberer und trockener Haut. Auf stark nässende, verschmutzte oder eitrige Stellen gehören sie nicht.

3. Cortison- und Antibiotikasalben

Cortisonhaltige Präparate lindern Entzündung und Juckreiz schnell, bremsen aber auch die Abwehr der Haut. Bei einer Infektion mit Bakterien oder Pilzen können sie die Mauke sogar verschlimmern. Cortison- und Antibiotikasalben sollten deshalb nur nach tierärztlicher Untersuchung und Verordnung eingesetzt werden.

4. Hausmittel

Wenn eine Reinigung nötig ist, kann lauwarmes Wasser verwendet werden. Festsitzende Krusten nicht abreißen. Kamillentee kann die Haut reizen und ist nicht steril. Von Experimenten mit Essig, Teebaumöl oder Melkfett auf nasser Haut solltest du absehen: Sie können die empfindliche Fesselhaut reizen oder Keimen einen Nährboden bieten.

Vorbeugung: So schützt du dein Pferd langfristig vor Mauke

Mauke erfolgreich zu behandeln ist gut – aber sie gar nicht erst entstehen zu lassen, ist besser. Gerade im Herbst, Winter und Frühjahr, wenn Matsch und Feuchtigkeit zum Alltag gehören, ist Vorbeugung der Schlüssel. Mit den richtigen Maßnahmen kannst du das Risiko erheblich senken.


1. Trockenheit ist das A und O

  • Keine dauerhafte Nässe in der Fesselbeuge
  • Nach dem Weidegang: Beine säubern & gründlich trocknen
  • Feuchte Behanghaare ggf. vorsichtig kürzen (nicht abrasieren!)
  • Auf geeignete Einstreu achten – z. B. staubfreie, saugfähige Späne

2. Pflege ja – aber nicht übertreiben

  • Regelmäßige Kontrolle der Fesselbeuge beim Putzen
  • Haut nur dann waschen, wenn wirklich nötig
  • Pflegemittel gezielt und sparsam verwenden (z. B. Zinksalbe, Lebertran-Zink-Salbe, Ringelblumensalbe)
  • Auf Produkte mit ätherischen Ölen oder Vaseline besser verzichten – sie können Hautporen verschließen

3. Weidemanagement & Untergrund optimieren

  • Matschige Paddocks regelmäßig drainieren oder befestigen
  • Weidezeiten reduzieren, wenn Böden stark durchnässt sind
  • Laufwege im Offenstall mit Paddockplatten oder Sand befestigen

4. Stoffwechsel & Immunsystem stärken

  • Mineralstoffe und Vitamine nur nach Rationsprüfung und tierärztlicher Bedarfsabklärung ergänzen
  • Hochwertige Mineralfutter nutzen, angepasst an das Pferd
  • Bei empfindlichen Pferden: Haut- & Fellkuren im Fellwechsel
  • Achte auf gesunde Verdauung, denn Haut & Darm hängen eng zusammen

5. Parasitenkontrolle nicht vergessen

  • Regelmäßige Kontrolle auf Räudemilben oder Haarlinge
  • Bei hohem Risiko: gezielte Milbenprophylaxe im Winter
  • Putzzeug und Stallutensilien sauber halten

6. Frühzeitig handeln bei ersten Anzeichen

  • Leichte Rötung = Warnsignal
  • Sofort trockenlegen, pflegen und Ursachencheck machen
  • Je früher du eingreifst, desto kürzer die Heilungszeit

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Mauke beim Pferd

1. Was ist Mauke beim Pferd genau?

Mauke ist eine entzündliche Hautveränderung im Bereich der Fesselbeuge. Sie entsteht durch Feuchtigkeit, Schmutz, Bakterien, Pilze oder Parasiten und kann akut oder chronisch verlaufen.


2. Ist Betaisodona gut gegen Mauke?

Betaisodona enthält Povidon-Iod und kann nach tierärztlicher Anleitung zur antiseptischen Reinigung eingesetzt werden. Eine Ursachensuche ersetzt es aber nicht. Ob Nachspülen erforderlich ist, hängt vom Präparat ab; halte dich an die tierärztlichen Anwendungshinweise und trockne die Haut gründlich. Bessert sich die Mauke nicht innerhalb weniger Tage, ist eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll.


3. Darf ich Cortisonsalbe bei Mauke verwenden?

Nur nach tierärztlicher Rücksprache. Cortison lindert Entzündung und Juckreiz, kann eine bakterielle oder Pilzinfektion aber verschlimmern. Ob und wie lange eine cortisonhaltige Salbe sinnvoll ist, hängt von der Ursache ab.


4. Warum bekommen Tinker und Kaltblüter so oft Mauke?

Der dichte Behang hält Feuchtigkeit und Schmutz in der Fesselbeuge und bietet Milben gute Bedingungen. Zudem neigen einige Kaltblutrassen zu einem chronisch fortschreitenden Lymphödem (CPL), bei dem die Haut an den Beinen dicker und anfälliger für Entzündungen wird. Regelmäßige Kontrollen unter dem Behang und eine frühe Milbenabklärung sind deshalb besonders wichtig.


5. Kann Mauke durch Milben entstehen?

Ja. Vor allem Chorioptes-Milben befallen gern die Fesselbeuge von Pferden mit Behang. Typisch sind starker Juckreiz, Stampfen, Scheuern und schuppige, verkrustete Haut. Nachgewiesen werden die Milben über ein Hautgeschabsel. Behandelt werden sollten in der Regel alle Pferde mit engem Kontakt.


6. Woran erkenne ich Mauke?

Typische Anzeichen sind:
🔹 Rötung der Haut
🔹 Schuppung, Haarausfall
🔹 Nässende oder verkrustete Stellen
🔹 Juckreiz oder Schmerzreaktionen beim Putzen


7. Ist Mauke ansteckend?

In der Regel nein – Mauke selbst ist nicht direkt ansteckend, allerdings können bestimmte Erreger wie Pilze oder Milben zwischen Pferden übertragen werden.


8. Was ist die häufigste Ursache von Mauke?

Die Hauptursachen sind dauerhafte Feuchtigkeit, schmutzige Untergründe, starker Behang, und ein geschwächtes Immunsystem. Oft wirken mehrere Faktoren zusammen.


9. Kann Mauke von selbst wieder verschwinden?

Unbehandelt verschwindet Mauke selten. In frühen Stadien kann sie sich bei optimalen Bedingungen zurückbilden, meist ist jedoch eine gezielte Pflege nötig.


10. Darf ich Mauke-Krusten einfach abkratzen?

Nein! Festsitzende Krusten sollten nicht abgelöst werden. Nur bereits gelöste Krusten nach tierärztlicher Anleitung vorsichtig entfernen. Mechanisches Abreißen kann die Haut verletzen und die Entzündung verschlimmern.


11. Welche Salbe hilft am besten gegen Mauke?

Das hängt von der Ursache ab:
🔹 Zinksalbe bei leichter Reizung
🔹 Antibakterielle Cremes bei bakterieller Infektion
🔹 Antimykotische Salben bei Pilzen
Ein Tierarzt kann hier gezielt beraten.


12. Wie lange dauert es, bis Mauke abheilt?

Bei konsequenter Pflege heilen leichte Formen oft in ein bis zwei Wochen. Chronische oder komplizierte Verläufe können mehrere Wochen bis Monate dauern.


13. Wie beuge ich Mauke am besten vor?

Am effektivsten ist:
✔ Trockene, saubere Haltungsbedingungen
✔ Regelmäßige Kontrolle und Fellpflege
✔ Immunsystem stärken
✔ Pflegeprodukte gezielt einsetzen


14. Wann sollte ich mit Mauke zum Tierarzt?

Wenn:
❗ die Mauke trotz Pflege nicht abheilt
❗ die Haut stark geschwollen oder schmerzhaft ist
❗ Lahmheit, Fieber oder Verdacht auf Pilze/Milben besteht

Weil mir das Wohl Ihres Pferdes am Herzen liegt:

Bei Fragen zur Mauke bei Ihrem Pferd, kontaktieren Sie mich gerne.

Ihr Dr. vet. Henning v. Lützow

Dr. med. vet. Henning v. Lützow
Über den Autor

Dr. med. vet. Henning v. Lützow

Tierarzt mit eigener Praxis seit 1993, heute in Pfaffenhofen an der Ilm. Er schreibt das Tierlexikon, damit Tierhalter Symptome früh einordnen können und wissen, wann eine Untersuchung nötig ist.

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